Wie steuert ein Lüfter den Volumenstrom basierend auf den aktuellen CO₂-Messwerten?
Der CO₂-geführte Automatikbetrieb eines Lüftungsgeräts unterscheidet sich grundlegend von der Feuchteautomatik und der Geruchserkennung, da er ohne Mittelwertbildung oder Hintergrundreferenz arbeitet. Das bedeutet, dass die Steuerung direkt auf die aktuell gemessenen CO₂-Konzentrationen in der Raumluft reagiert, ohne dabei Durchschnittswerte oder Vergleichswerte aus der Vergangenheit heranzuziehen. Ein Anstieg des CO₂-Gehalts in der Raumluft ist ein eindeutiges Indiz für einen erhöhten Lüftungsbedarf, da dies auf eine verstärkte Anwesenheit von Personen oder eine unzureichende Frischluftzufuhr hinweist.
Der Lüfter passt seinen Volumenstrom in acht Stufen an die gemessenen CO₂-Werte an, was in der Praxis einer nahezu stufenlosen Regelung entspricht. Die Steuerung beginnt im Normalbetrieb mit der voreingestellten Grundlüftungsstufe, die für eine kontinuierliche Mindestlüftung sorgt.
Sobald der gemessene CO₂-Wert die definierte untere Schaltschwelle überschreitet, verlässt das System die Grundlüftungsstufe und erhöht die Lüftungsleistung entsprechend dem aktuellen Bedarf. Wird der obere Grenzwert für den CO₂-Gehalt überschritten, schaltet das Gerät automatisch auf die Bedarfslüftungsstufe, um eine schnelle und effektive Reduzierung der CO₂-Konzentration zu gewährleisten.
Sollte es trotz maximaler Lüftungsleistung nicht gelingen, den CO₂-Gehalt im Raum auf ein akzeptables Niveau zu senken, wird empfohlen, zusätzlich Fenster zu öffnen, um einen ausreichenden Luftaustausch sicherzustellen. Diese Vorgehensweise gewährleistet eine optimale Raumluftqualität und trägt dazu bei, das Wohlbefinden und die Konzentrationsfähigkeit der anwesenden Personen zu erhalten. Die CO₂-gesteuerte Lüftungsregelung ist somit ein wichtiger Bestandteil moderner Lüftungskonzepte und sorgt für eine bedarfsgerechte, energieeffiziente Frischluftzufuhr.
Unsere Produkt-Empfehlungen für einen CO₂-geführten Automatikbetrieb
Die Abluftgeräte der Reihe Silvento ec in Kombination mit der Steuerungsplatine 5/VOC ermöglichen einen stufenlosen Automatikbetrieb, der den Volumenstrom in Abhängigkeit von CO₂-Gehalt, Feuchtigkeit und VOC-Werten regelt. Der CO₂-Regelbereich liegt dabei typischerweise zwischen 1200–2500 ppm oder 1500–3000 ppm. Der Lüfter passt die Drehzahl automatisch an, sobald der CO₂-Wert steigt, und sorgt so für bedarfsgerechte Frischluftzufuhr.
Die TAC (Touch Air Comfort) als zentrale Komfortsteuerung für verschiedene LUNOS-Geräte, wie bspw. die Serien e² und ego sowie den Nexxt kann mit einem optionalen externen CO₂-Sensor (SCO2-TAC) ausgestattet werden. Dadurch wird der Automatikbetrieb um eine CO₂-Regelung erweitert, die die Luftqualität anhand des CO₂-Gehalts steuert.