Radon im Haus: Die unsichtbare Gefahr und wie man sich schützt.

Wie Sie Ihre Familie schützen und gleichzeitig Energie sparen – ein kompakter Leitfaden.

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas, das unsichtbar in Häuser eindringt und Lungenkrebs verursachen kann. Dezentrale Lüftungssysteme bieten einen effektiven, kontrollierten Schutz, indem sie das Gas kontinuierlich verdünnen und abführen, bevor es gefährlich wird.

Lesezeit: ca. 6 Minuten
Zuletzt aktualisiert: 3. Juni 2026
Zielgruppe: Architekten, Fachplaner, SHK

Warum ist Radon so gefährlich?

Radon ist ein natürliches, radioaktives Gas, das unsichtbar in Häuser eindringt und Lungenkrebs verursachen kann. Dezentrale Lüftungssysteme bieten einen effektiven, kontrollierten Schutz, indem sie das Gas kontinuierlich verdünnen und abführen, bevor es gefährlich wird.

Radon in Wohngebäuden ist kein Nischenproblem. Dieses geruchlose, geschmacksneutrale und unsichtbare Edelgas entsteht durch den natürlichen Zerfall von Uran im Boden. Es kann durch Fundamente, Risse in Kellerwänden und Kabeldurchführungen unbemerkt in Wohngebäude eindringen und sich dort anreichern.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) warnen: Radon ist nach dem Rauchen die häufigste Ursache für Lungenkrebs in Deutschland. Die Konzentration hängt stark von der Geologie (GEO-Faktor) und der Dichtheit Ihres Gebäudes ab. Moderne Häuser sind oft so dicht isoliert, dass sich Radon schneller anreichern kann. Die Lösung ist ein durchdachtes Lüftungskonzept.

 

 

Wie kann man sich vor Radon schützen?

Während intensives Querlüften und geschlossene Kellertüren als Sofortmaßnahme dienen, bieten dezentrale Lüftungsanlagen dauerhaften Schutz vor Radon. Sie transportieren das unsichtbare Gas kontinuierlich ab und verhindern durch gezielte Überdrucklüftung aktiv, dass neues Radongas aus dem Erdboden ins Gebäude nachströmt.

Als erste Sofortmaßnahme bei einer erhöhten Radonkonzentration hilft intensives Quer- und Stoßlüften, um das Gas kurzfristig aus den Räumen zu transportieren. Zudem sollten Verbindungstüren zum Keller stets geschlossen bleiben, damit die radonhaltige Luft aus dem Untergeschoss nicht über den sogenannten Kamineffekt in die oberen Wohnbereiche gesaugt wird.

„Ist zu viel Radon im Haus, hilft es als Erstmaßnahme, regelmäßig und intensiv zu lüften.“

Neben dem Abdichten von Rohrdurchführungen und dem gezielten Absaugen der Bodenluft stellt ein kontinuierlicher, kontrollierter Luftaustausch die wirksamste Maßnahme dar, um die Radonbelastung in Gebäuden nachhaltig zu senken.

Dezentrale Lüftungsanlagen transportieren die radonhaltige Raumluft gezielt nach draußen und führen frische, gefilterte Außenluft zu. Besonders wirkungsvoll ist hierbei das Prinzip der Überdrucklüftung: Indem dem Raum minimal mehr Zuluft als Abluft zugeführt wird, entsteht ein leichter, kaum spürbarer Überdruck. Dieser verhindert aktiv, dass weiteres Radongas aus dem Erdboden durch feine Risse im Fundament nachgesaugt wird. Durch diesen stetigen Mindestluftwechsel wird die Ansammlung von Radon zuverlässig unterbunden und das Gas weit unter die kritischen Schwellenwerte verdünnt – dank integrierter Wärmerückgewinnung vollautomatisch, energieeffizient und ganz ohne Wärmeverluste wie beim manuellen Fensterlüften.

Gesetzliche Regelungen zum Schutz vor Radon

Gemäß Strahlenschutzgesetz haben die Bundesländer Gebiete ausgewiesen, in denen mit erhöhten Radon-Konzentrationen zu rechnen ist. Dort gelten je nach Gebäudetyp folgende Vorgaben:

  • Bestehende Wohngebäude: Eigentümer und Bewohner können Maßnahmen zur Senkung der Radon-Konzentration auf freiwilliger Basis ergreifen.
  • Neubauten: Bauherren sind gesetzlich verpflichtet, das Eindringen von Radon durch spezielle bauliche Maßnahmen weitgehend zu verhindern.
  • Arbeitsplätze: Hier gilt eine Messpflicht. Wird der Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter überschritten, müssen zwingend Maßnahmen zur Senkung eingeleitet werden.

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz (BfS)



Radon-Vergleich

Die optimale Lösung im Direktvergleich.

Nicht alle Lüftungsarten sind gleich effektiv gegen Radon. Unsere Matrix zeigt Ihnen, warum dezentrale Systeme mit Wärmerückgewinnung die beste Balance aus Schutz, Energieeffizienz und Komfort bieten.

Hier vergleichen wir die gängigsten Lüftungsstrategien hinsichtlich ihrer Eignung zur Radonreduzierung.

Fensterlüftung Abluftanlage (Bad) Zentrale Lüftung (WRG) Dezentrale Lüftung
(LUNOS)
Radon-Verdünnung Gering & Unzuverlässig Mittel (nur punktuell) Sehr gut Sehr gut & Kontrolliert
Energieeffizienz Sehr gering (Wärmeverlust) Mittel Sehr gut Sehr gut
Installationsaufwand Minimal Gering Hoch (Rohrleitungen) Gering (ideal für Sanierung)
Komfort (Zugluft/Lärm) Gering (Zugluft/Lärm) Gering (Zugluft/Lärm) Gut Sehr gut (leise, komfortabel)
GEO-Eignung (Vorsorgegebiete) Nicht ausreichend Bedingt (nur mit Zuluftkonzept) Sehr gut Ausgezeichnet


LUNOS-Systeme: Eine kluge Wahl!

01

Garantierter Querlüftungseffekt

Unsere Systeme arbeiten im Paar und sorgen für einen kontinuierlichen, definierten Luftwechsel im gesamten Wohnraum. Radon wird effektiv verdünnt und abgeführt.

02

Kein Unterdruck-Risiko

Durch die intelligente Balance von Zu- und Abluft verhindern wir, dass ein Unterdruck im Wohnraum entsteht, der zusätzliches Radon aus dem Keller „ziehen“ würde.

03

Hohe Wärmerückgewinnung

Sie sparen Heizenergie, auch wenn die Lüftung rund um die Uhr läuft.

04

Einfache Nachrüstung

Ideal für bestehende Gebäude und Keller, da keine Rohrleitungen verlegt werden müssen.

05

Flüsterleiser Betrieb

Sie genießen frische Luft ohne störende Geräusche.

← Wischen oder Scrollen zum Entdecken →

FAQ

Häufige Fragen zu Radon und Lüftung

Radon-Vorsorgegebiete sind gesetzlich festgelegte Regionen, in denen geologisch bedingt eine erhöhte Radonkonzentration in der Bodenluft erwartet wird (GEO-Faktor). In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es solche ausgewiesenen Gebiete (z.B. Mittelgebirge). Wenn Ihr Gebäude in einem solchen Gebiet liegt, sind die Anforderungen an den Radonschutz, insbesondere bei Neubauten und Arbeitsplätzen, höher. Aber auch außerhalb dieser Gebiete kann Radon in unzulässigen Mengen auftreten. Eine Messung ist die einzige Gewissheit.

Da Radon aus dem Erdreich austritt, sind Kellerräume und das Erdgeschoss am stärksten betroffen. Es diffundiert durch Fundamente, Risse in Bodenplatten, Fugen, Kabeldurchführungen oder undichte Kellerwände ins Gebäude. Von dort kann es sich durch den „Kamineffekt“ (warme Luft steigt auf) auch in obere Etagen verteilen.

Die einfachste und verlässlichste Methode ist eine Langzeitmessung mit sogenannten Passiv-Dosimetern. Das sind kleine Plastikdosen, die Sie für mehrere Monate (idealerweise über die Heizperiode im Winter) in den am stärksten genutzten Aufenthaltsräumen (z.B. Wohnzimmer, Schlafzimmer) sowie im Keller aufstellen. Die Auswertung erfolgt anonym in einem akkreditierten Fachlabor.

In Deutschland gilt ein gesetzlicher Referenzwert von 300 Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m³) im Jahresmittel für Aufenthaltsräume und Arbeitsplätze. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt jedoch, aus gesundheitlicher Vorsorge einen Zielwert von 100 Bq/m³ anzustreben. Jeder Wert darunter minimiert das Gesundheitsrisiko weiter.

Stoßlüften hilft, die Konzentration kurzzeitig zu senken. Um Radon jedoch dauerhaft unter dem Referenzwert zu halten, ist Fensterlüften zu unzuverlässig und ineffizient. Sobald die Fenster geschlossen sind, reichert sich das Gas erneut an. Zudem geht im Winter massiv Heizenergie verloren, was der Energiebilanz moderner Gebäude widerspricht. Eine kontrollierte Lüftung ist unverzichtbar.

Moderne oder sanierte Gebäude sind luftdicht gebaut, um Energie zu sparen. Ohne ein kontrolliertes Lüftungssystem wird jedoch der natürliche Luftwechsel unterbunden. Das radioaktive Radon, das unbemerkt eintritt, kann nicht mehr entweichen und reichert sich im Wohnraum an – dichte Häuser schließen die Gefahr ein.

Unsere dezentralen Lüftungssysteme working im Balanced-Betrieb (Querlüftung). Sie sind so konzipiert, dass sie Zu- und Abluftmengen präzise ausgleichen. Dadurch wird verhindert, dass im Wohnraum ein dauerhafter Unterdruck entsteht, der wie ein Staubsauger zusätzliches Radon aus dem Keller oder dem Erdreich ins Haus ziehen würde. Ein leichter Überdruck im Kellerbereich ist sogar förderlich.

Ja, absolut. Keller sind die Haupteintrittspfade. Eine kontrollierte dezentrale Kellerlüftung mit Wärmerückgewinnung ist eine sehr effektive und einfach nachzurüstende Maßnahme. Sie verdünnt das Gas direkt am Entstehungsort und führt es ab, bevor es sich im Rest des Hauses verteilt. Zudem schützt sie den Keller vor Feuchtigkeit und Schimmel.

Unsere modernen LUNOS-Steuerungen können mit Sensoren (z.B. CO2- oder Feuchtesensoren) ausgestattet werden. Diese überwachen die Luftqualität indirekt. Obwohl sie Radon nicht direkt messen, sorgt eine bedarfsgerechte Lüftung, die auf die Anwesenheit von Personen oder Luftfeuchte reagiert, automatisch für einen erhöhten Luftwechsel, wenn die Luft „verbraucht“ ist. Das hilft, die Radonkonzentration auch ohne dedizierten Radonsensor sicher zu regulieren.

Service

Beratung und Kontakt

LUNOS ist auf dezentrale Lüftungsanlagen spezialisiert und unterstützt Architekten, Fachplaner und SHK-Betriebe von der Konzeption bis zur Auslegung. Für die bedarfsgerechte Planung Ihrer  Bauvorhaben steht unser Beratungsteam zur Verfügung.

Von der Radonvorsorge im Neubau bis zur Sanierung im Bestand: Wir bieten fachgerechte Unterstützung bei der Erstellung des Lüftungskonzepts nach DIN 1946-6 und der Auswahl geeigneter Lüftungsgeräte.“

Persönliche Beratung

Unterstützung durch LUNOS-Experten bei DIN 1946-6 und Geräteauswahl.

Beratung anfragen

Selbst auslegen

Zum Download: Auslegungstool zur eigenständigen Planung.

Auslegungstool

Persönliche Beratung

Wir unterstützen Architekten, Fachplaner und Installateure kompetent bei allen Fragen rund um die Lüftungsplanung nach DIN 1946-6 sowie der optimalen Geräteauswahl.

Auslegungstool herunterladen

Jetzt auf Nummer sicher planen:
Unser kostenloses Tool führt Schritt für Schritt durch die normgerechte Lüftungsplanung nach DIN 1946-6. Einfach Projektdaten eingeben, passende LUNOS-Systeme auswählen und sofort eine professionelle Material- und Stückliste generieren.

Zurück