Schimmel vorbeugen durch richtiges Lüften – darauf müssen Sie achten

In schlecht gelüfteten Wohnungen verbreitet sich nicht nur ein unangenehmer Geruch. Es droht auch die Entstehung von Schimmel. Dieser kann die Gesundheit der Bewohner beeinträchtigen und die Bausubstanz schädigen. Besonders im Winter ist es deshalb wichtig, korrekt zu lüften. Worauf Sie dabei achten müssen, erfahren Sie in diesem Beitrag.

 

Wie entsteht Schimmel?

Gerade im Winter kann es in Wohnräumen schnell zu großflächigem Schimmelbefall kommen. Sind die Temperaturen niedrig und ist die Fassade schlecht gedämmt, kühlen sich die Außenwände rapide ab. In der warmen Zimmerluft enthaltene Feuchtigkeit schlägt sich dann darauf nieder, was ideale Wachstumsbedingungen für Schimmelsporen darstellt, die über die Luft in das Innere der Wohnung gelangen. Das kann bereits unmerklich geschehen, noch ehe überhaupt Kondenswasser zu sehen ist. Wenn man seine Räume regelmäßig lüftet, durchgängig leicht heizt und nicht zu stark abkühlen lässt, kann man diesem Effekt aber entgegenwirken.

 

 

Regelmäßiger Luftaustausch durch Stoßlüften

Als grundsätzliche Empfehlung gilt es, die Räume vier Mal täglich zu lüften. Ist man tagsüber nicht zuhause, erledigt man das morgens und abends. Abhängig von der Personenzahl in den Räumen und ihrer Größe sollte aber gerade in Corona-Zeiten nach Möglichkeit deutlich häufiger gelüftet werden.

Die Fenster sollten dabei nicht nur angekippt und einen Spalt breit geöffnet werden. Stattdessen raten Experten zum viermalige täglichen Stoßlüften. Dabei wird das Fenster weit geöffnet, sodass ein größtmöglicher Luftaustausch erfolgen kann. Besonders effizient ist dabei das Querlüften. Dabei öffnet man gegenüberliegende Fenster, um einen Durchzug zu erzeugen.

 

Wie lange sollte man lüften?

Wie lange die Fenster geöffnet bleiben sollten, ist von der Außentemperatur abhängig. Bei großen Temperaturunterschieden wie im Winter genügt es in der Regel, die Fenster für fünf Minuten weit zu öffnen. Im Frühjahr und Herbst sollten es 15 Minuten sein und im Sommer, wenn sich Innen- und Außentemperatur weitgehend gleichen, 30 Minuten. Ist es draußen sehr heiß, sollte am frühen Morgen und am späten Abend gelüftet werden. So ist sichergestellt, dass keine heiße feuchte Luft in die Wohnung gelangt.

 

 

Besondere Gründlichkeit in Feucht- und Schlafräumen erforderlich

In Bad und Küche sollte feuchte Luft unmittelbar nach ihrer Entstehung getauscht werden. Entsprechend empfiehlt es sich, direkt nach dem Baden, Duschen oder Kochen gewissenhaft zu lüften. Auch, wenn Wäsche in der Wohnung getrocknet wird, sollte regelmäßig gelüftet werden, um die gesättigte Luft nach draußen zu befördern.

Auch während des Schlafs geben Menschen permanent Feuchtigkeit an die Umgebungsluft ab. Deshalb ist es wichtig, morgens gründlich zu lüften. Grundsätzlich besteht auch die Möglichkeit, bei geöffnetem Fenster zu schlafen. Allerdings geht dadurch im Winter viel Wärme verloren, was die Heizkosten erhöht.

 

 

Auch in Neubauten häufig lüften

In Neubauten sollten Bewohner lieber einmal zu viel als einmal zu wenig lüften. In den Wänden befindet sich nämlich noch viel Feuchtigkeit aus der Bauphase, das über etwa 2 Jahre langsam an die Raumluft abgegeben wird. Lüftet man nicht ausreichend, geht man das Risiko der Schimmelbildung ein. Auch nach einem Fenstertausch oder einer Fassadendämmung in einem Altbau sollten die Bewohner häufiger lüften. Durch die besonders dichten Fenster wird nämlich der vorherige leichte, aber stetige Luftaustausch unterbunden.

 

Ideales Raumklima mithilfe von Lüftungsanlagen

Neben regelmäßigem Lüften gibt es noch weitere Möglichkeiten, für einen konstanten Luftaustausch zu sorgen. Diese sind vor allem in stark abgedichteten Gebäuden wie Passivhäusern von Bedeutung, in denen es praktisch keine Fugen gibt, durch die Außenluft dringen kann.

Hierbei nutzt man leistungsstarke Lüftungsanlagen, wie sie in einer großen Auswahl bei Lunos erhältlich sind. Sie saugen permanent verbrauchte Luft aus Bad und Küche ab und blasen frische Luft in Wohn- und Schlafzimmer. Die Fenster müssen dabei nicht geöffnet werden. Wenn man einen Wärmetauscher verwendet, kann man zusätzlich sogar noch Energie sparen. Dabei wird die in der Abluft gespeicherte Wärmeenergie an die frische Zuluft abgegeben, wodurch sich der Energieverbrauch deutlich reduziert.

 

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