Das wichtigste Zubehör für Lüftungsanlagen im Überblick – Teil 2

In diesem zweiten Teil unserer Magazinreihe stellen wir Ihnen weiteres wichtiges Zubehör für Ihre Lüftungsanlage vor.

 

Windschutz – Verhinderung von starkem Winddruck

Wirkt starker Wind auf die Außenwandöffnung einer dezentralen Lüftungsanlage ein, kann sich dies negativ auf den Betrieb auswirken – etwa, wenn der Ventilator unkontrolliert angetrieben wird oder störende Geräusche im Lüftungsrohr entstehen. Deshalb empfiehlt es sich, bei der Installation der Lüftung entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.

Am weitesten verbreitet sind spezielle Rückschlagklappen. Diese befinden sich vor dem Ventilator und schließen sich bei starker Windeinwirkung. Dadurch verschließt sich auch der Lufteinlass und die Geräuschentstehung wird unterbunden. Bei dezentralen Geräten im Wechselbetrieb ist dies allerdings nicht möglich. Deshalb setzt man hier spezielle Winddrucksicherungen im Lüftungsrohr ein. Sie regulieren den Winddruck, bevor er den Ventiltor der Lüftung erreicht.

 

Lüftungsrohre – passend zum Gebäude auswählen

Die Lüftungskanäle zählen zu den grundlegenden Bestandteilen von Lüftungsanlagen. Man unterscheidet zwischen flachen, runden und Mixed-Komponenten.

Rundrohre verwendet man vor allem im Deckenbereich. Je nach individueller Situation werden die starren Plastikröhre hinter einer abgehängten Decke versteckt oder einbetoniert. Ein zentraler Vorteil ihrer Konstruktionsweise besteht in ihrem im Vergleich mit anderen Arten geringen Druckverlust. Steht allerdings weniger Platz zur Verfügung oder sollen die Lüftungskanäle im Boden verlaufen, sind Flachkanäle eine gute Alternative. Damit ist ein niedrigerer Bodenaufbau möglich, während dank ihrer Breite gleichzeitig genügend Luftvolumen gefördert werden kann.

Ist ein flexibler Einbau erforderlich, z. B. bei Unebenheiten, können auch Flex-Rohre verwendet werden. Diese biegbaren Kunststoffrohre lassen sich auch bei leichten Neigungen und Kurven unproblematisch verlegen. Ihre geriffelte Form erlaubt es zudem, sie mit wenigen Handgriffen auf die benötigte Länge zuzuschneiden.

Ein weiterer Aspekt bei der Rohrauswahl ist das Material. Hier entscheiden Sie sich je nach Einsatzgebiet zwischen Hartplastik, Metall, Aluminiumfolie oder Styropor. Unabhängig von der Materialart ist es von zentraler Bedeutung, dass die Rohre hitze- und korrosionsbeständig sind. Ebenso wichtig sind antistatische und antibakterielle Eigenschaften, da sich so weniger Staub ablagert und die Lüftungsqualität lange Zeit erhalten bleibt.

Um eine möglichst genaue Kanalmontage sicherzustellen, gibt es darüber hinaus unterschiedliche Ecken und Verbindungsstücke. Auch lassen sich verschiedene Rohrarten mit Adaptern und Schellen bei optimaler Dichtigkeit verbinden.

 

Vorlaufregister

Um das Raumklima weiter zu verbessern, kann man Vorlaufregister verwenden, die die einfließende Außenluft je nach Bedarf erwärmen oder kühlen.

Vor allem kühle einströmende Luft wird von vielen Menschen als unangenehm empfunden. Mit einem Heizregister kann die Temperatur der Zuluft erhöht werden. Das Ganze funktioniert wahlweise mit einer Heizspirale oder einer Erwärmung über warmes Wasser. Je nach gewünschtem Erhitzungsgrad sollte man sich für einen Vorerhitzer oder einen Erhitzer entscheiden. Mit Vorerhitzern lässt sich die Temperatur der Zuluft in den Wintermonaten um bis zu 5°C anheben. Zusammen mit der Wärmerückgewinnung lässt sie sich dabei auf einem konstanten Niveau halten. Wenn die Luft noch darüber hinaus erwärmt werden soll, ist ein Erhitzer empfehlenswert. Er verfügt über wesentlich mehr Leistung und kann damit auch die konventionelle Heizung entlasten.

Wenn Sie Ihr Gebäude abkühlen wollen, entscheiden Sie sich für ein Kühlregister. Auch dieses funktioniert mit Wasser und kann vor allem in den Sommermonaten zur Regulierung des Raumklimas beitragen.

Der Aufwand für den Einbau bewegt sich in beiden Fällen in einem verhältnismäßigen Rahmen. Zur Nachrüstung eines Vorlaufregisters muss man ein Stück des Lüftungsrohrs hinter dem Ventilator entfernen. Mit Rohrschellen kann an dieser Stelle dann das Heiz- bzw. Kühlregister eingesetzt werden. Häufig erfolgt der Betrieb der Anlagen mit einem separaten Stromanschluss. Benötigt man keine zusätzliche Erwärmung bzw. Abkühlung, kann man die Geräte einfach abschalten.

 

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