Das wichtigste Zubehör für Lüftungsanlagen im Überblick – Teil 1

Lüftungsanlagen beugen Schäden an der Bausubstanz vor, verbessern das Raumklima und erhöhen den Nutzungskomfort von Gebäuden aller Art. Damit sie diese Aufgaben zur vollen Zufriedenheit ihrer Besitzer erfüllen können, sind verschiedene Zubehörteile erforderlich. Sie erhöhen die Wirksamkeit, stellen aber auch einen komfortableren und störungsärmeren Betrieb sicher. Die wichtigsten Zubehörteile stellen wir Ihnen in unserer aktuellen Artikelreihe vor.

 

Luftfilter – die passende Lösung für jede Schadstoffbelastung

Um eine möglichst gute Luftqualität sicherzustellen, saugen Lüftungsanlagen verbrauchte Luft aus Innenräumen ab und führen frische Luft von außen zu. Um dabei zu verhindern, dass mit der Außenluft Verunreinigungen wie Abgase nach innen geleitet werden, verwendet man Filter. Je nach Filterklasse befreien sie die einströmende Luft von schädlichen Stoffen, Pollen, Staub, aber auch von Gerüchen und anderen Beeinträchtigungen.

Je nach Bedarf wählt man zwischen verschiedenen Filterklassen. So empfehlen sich etwa nahe einer vielbefahrenen Straße oder in Räumen von Allergikern feinere Ausführungen, während in ländlichen Umgebungen mit geringer Schadstoffexposition Grobstaubfilter genügen.

Hinweis:

Entsprechend der allgemeinen Empfehlung sollten Luftfilter alle sechs Monate ausgetauscht werden. Wir empfehlen eine Prüfung alle drei Monate. In den allermeisten Fällen ist eine Reinigung ausreichend. Inwiefern ein Ersatz notwendig ist, prüfen Sie im Rahmen einer regelmäßigen Sichtprüfung.

 

Schallschutz – Geräuschreduktion bei der Lüftungsnutzung

Ein wichtiger Faktor bei der Auswahl einer Lüftung ist der Schallschutz. Gerade bei dezentralen Ausführungen kann der Eigen- und Durchgangsschall im Alltag schnell störend werden – etwa, wenn sich das Gerät im Schlafzimmer befindet.

Um diese Probleme zu vermeiden, sollte man bereits beim Gerätekauf auf Faktoren wie den Eigenschall und die Normschallpegeldifferenz achten. Ebenso sollte beim Einbau des Lüfters genau hingesehen werden. Auch hier können eine falsche Installation und fehlerhafte Einstellungen zu einer unangemessenen Schallbelastung führen.

Sollten die Probleme dennoch auftreten, kann man einen Schallprotektor verwenden. Er besteht aus mehreren Einschüben, die in die Einbauhülse eingelegt werden. Sie fangen den Schall ab, der von außen in das Gebäude dringt. Dabei verwirbeln sie ihn so, dass er nicht in den Innenbereich gelangt. Wird der Schallprotektor vor dem Ventilator eingesetzt, wird auch zusätzlich der Eigenschall abgemildert.

Eine weitere Möglichkeit besteht in der Installation von Schallmatten. Sie werden direkt in den Lüftungskanal eingelegt, wo sie die durch den Ventilator entstehenden Schwingungen abfangen.

 

Sensoren – Informationsaufnahme in Echtzeit

Je nach Anzahl der Personen und Nutzungsbesonderheiten in einem Gebäude kann die Luftqualität in einem Gebäude zum Teil erheblichen Schwankungen unterliegen. Um sicherzustellen, dass die Lüftungsanlage sich an die verschiedenen Bedingungen anpasst, kann man Sensoren verwenden. Sie messen verschiedene Werte der Luft und leiten diese als elektrische Signale an die Lüftung weiter, die ihren Luftvolumenstrom entsprechend erhöht oder reduziert.

Bei dezentralen Anlagen erfolgt der Einbau der Sensoren direkt am Gerät. Alternativ können sie auch kabellos mit dem Lüfter verbunden werden. Hierbei nutzt man unter anderem Feuchtigkeits-, CO2-, Licht- und Temperatursensoren, Druckwächter und Taupunktsteuerungen.

Beim Kauf sollte man vor allem darauf achten, dass die Sensoren kompatibel sind. Nicht alle Systeme funktionieren optimal miteinander.

 

Lufteinlässe und Luftauslässe

Jeder Raum, in dem ein maschineller Luftaustausch stattfindet, benötigt ein Lüftungsventil. Die damit in Verbindung stehenden Öffnungen der Gebäudehülle müssen mit speziellen Hauben verkleidet werden. Hier ist darauf zu achten, dass sie einerseits ausreichend Luft einlassen, andererseits aber auch möglichst unauffällig sind.

Bei dezentralen Lüftungsanlagen nutzt man am besten unauffällige Außenwandblenden oder eine Integration in die Fensterlaibung. Da bei dezentralen Anlagen nur ein geringes Luftvolumen gefördert wird, ist hier in den meisten Fällen eine schmale Öffnung ausreichend. Diese bietet außerdem den Vorteil eines besseren Wind- und Schallschutzes.

Bei unterirdischen Einbauten wie Kellern kann man spezielle Lüftungstürme verbauen. Hierzu bringt man an der Außenseite des Geräts einen Winkel an, über den die Luft von der Oberfläche gefördert werden kann. Soll das Gerät hingegen unter dem Dach montiert werden, verwendet man eine spezielle Auslass-Lösung, wie eine Dachdurchführung in der passenden Farbe.

Neben diesen Varianten gibt es auch noch klassische Lüftungsgitter und -hauben, die die Lüftungsanlage abgrenzen. Hierbei handelt es sich eher um einfache Basisauslässe.

 

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